Die international besetzte Preisverleihung brachte die Beteiligten der 16 nominierten Projekte aus Polen, Italien und allen Teilen Deutschlands zusammen – ausgewählt aus mehr als 600 Einreichungen. Welche sechs Arbeiten in den fünf Wettbewerbskategorien sowie der Sonderprämierung gewonnen hatten, blieb bis zur Preisverleihung am Abend geheim.
„Dieser Preis steht für mehr als nur ausgezeichnete Gestaltung“, betonte Sebastian Roß, Leiter Brillux Marketing, bei der Übergabe der Auszeichnungen. „Er zeigt, was möglich ist, wenn Bauherrschaft, Architektur, Innenarchitektur und Handwerk Hand in Hand arbeiten.“ Der Brillux Design Award stellt genau diese interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Mittelpunkt und würdigt sie als Schlüssel für zukunftsweisende Projekte.
Die 16 nominierten Arbeiten belegten eindrucksvoll, welche gestalterischen und funktionalen Potenziale durch Kooperation entstehen – für Gebäude, Menschen und das städtische Umfeld gleichermaßen.
Drei Wettbewerbskategorien zeigen Vielfalt an der Fassade
Ein wichtiges Merkmal des Brillux Design Awards ist die Bewertung innerhalb baugleicher Nutzungstypologien. Damit wird sichergestellt, dass die Projekte vergleichbare Voraussetzungen mitbringen – und sich die Gestaltungslösungen auf Augenhöhe messen können. In drei Kategorien standen exzellente Fassadenlösungen im Mittelpunkt.
Kategorie „Wohnbauten“:
Den Spitzenplatz in dieser Wettbewerbssparte belegte der Neubau eines besonderen Einfamilienhauses in Düsseldorf. Der unkonventionelle und nachhaltige Entwurf macht bezahlbares, zentral gelegenes und ästhetisch anspruchsvolles Wohnen möglich und bis zur Gebäudehülle ablesbar. Zwei weitere Projekte überzeugten die Jury mit ihrer gestalterischen Kraft: ein perfekt eingefügtes neues Mehrfamilienhaus in Bad Honnef sowie ein Wohngebäudekomplex in Bergisch Gladbach, dessen Betonsanierung mit einem überzeugenden farbigen Outfit kombiniert wurde.
Kategorie „Öffentliche Gebäude und Gewerbebauten“:
Als herausragendes Beispiel im Bereich öffentlicher Bauaufgaben wurde die Fassade des legendären Liveclubs „Doornroosje“ im niederländischen Nijmegen als Gewinnerin ausgezeichnet. Angelehnt an das LGBTQ+-Farbspektrum, sendet die starke grafische Gestaltung ein deutliches Signal für Toleranz und Freiheit. Mit je einer Nominierung würdigte die Jury den Neubau des Verwaltungssitzes der Emigholz GmbH in Bremen mit seiner klaren Formensprache und Farbgebung sowie das Feuerwehrhaus Bühl am Alpsee in Immenstadt (Allgäu) – ein beispielhaftes Projekt für klimagerechtes Bauen mit Haltung.
Kategorie „Historische Gebäude und Stilfassaden“:
Den ersten Preis sicherte sich das Thürwachterhaus in Ingolstadt: Das ehemals als Stadtbauernhof genutzte Ensemble in der Altstadt ist durch leise, kluge Eingriffe in den Fassadenbestand im Heute angekommen. Zwei weitere Beispiele für stilsichere Wiederherstellung und sensible Farbwahl an der Gebäudehülle dürfen sich ab sofort mit einer Nominierung schmücken: die technisch hervorragende und historisch sensible Fassadensanierung der Piazza Marconi im italienischen Valdobbiadene sowie ein Jagdschloss in Herzberg/Züllsdorf. Hier wurde historische Substanz nicht nur bewahrt, sondern gestalterisch weitergedacht.
